Leistungsstopp der Krankenkassen – arme reiche Schweiz

Wie z.B. heilpraxisnet.de berichtet, können sich ca. 30% der griechischen Bürger durch die im Zusammenhang mit der Finanzkrise 2008 entstandenen wirtschaftlichen Probleme Griechenlands keine Krankenkasse leisten. Wie ist das in der Schweiz?

Ich selber finde auch, dass die Kosten der Krankenversicherung in der Schweiz massiv zu hoch sind. Der hohe Stand unserer Gesundheits-Infrastruktur und -Bedürfnisse wird wohl auch dazu beitragen. In den Medien lese ich „…eine Einheitskasse hat keine Chance“ (in einer nationalen Abstimmung angenommen zu werden).

Die Krankenkassen verhängen bereits einen „Leistungsstopp“, wenn der Kunde nicht regelmässig bezahlt. Die „nicht bezahlten“ Rechnungen werden ja aber via Betreibungsamt trotzdem eingezogen; „einfach“ ein bisschen später…. Dabei entstehen aber für die säumigen Kunden der Krankenkassen zusätzliche Kosten wie Mahnungskosten, Betreibungskosten, Verzugszinsen, und die Krankenkasse erhält also sowieso ihr Geld. So kann es sogar passieren, dass ein Mensch in der Schweiz permanenten Leistungsstopp hat, und ständig hinterher rennt und versucht, alle offenen Prämienrechnungen zu begleichen. Und einfach die Krankenkasse kündigen/wechseln, das geht nicht. Da bleibt mir nur zu raten, in einem solchen Fall sich helfen zu lassen. Das kann Unterstützung beim lokalen Sozialamt oder auch eine Vertrauensperson in der Familie sein.

Was mich interessieren würde: wieviel Menschen in der „reichen“ Schweiz haben einen Leistungsstopp der Krankenkasse, da sie diese nicht bezahlen können? Ich schätze mal zig-tausend… und wieviele Kinder sind davon betroffen? Arme reiche Schweiz :o)

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Ein Kommentar

  1. Im Vergleich zu Grieschenland stehen wir doch ungleich besser da. In der Schweiz ist man zu einer Krankenkasse verpflichtet. Zudem nehmen viele Schweizer eine Zusatzversicherung wahr.
    Bei dem Leistungsstop der Krankenkassen gebe ich recht. Dort muss dringend was getan werden.

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